Die traditionelle Küche auf den Kanaren hat nur wenig mit der spanischen Küche auf dem Festland zu tun. Sie bringt jede Menge lokale Produkte auf den Teller und schmeckt oft exotisch: Während der Kolonialzeit wurde die Kulinarik auf den Kanarischen Inseln mehr und mehr durch Einflüsse aus Afrika und Südamerika geprägt. Lassen Sie sich von außergewöhnlichen Spezialitäten überraschen!

1. Papas arrugadas con mojo

Die „runzligen Kartoffeln“ sind vielleicht das „Nationalgericht“ der Kanarischen Inseln. Die kleinen Kartoffeln werden in der Schale in stark gesalzenem Wasser und Zitrone gekocht. Als Tapas oder Snack werden sie traditionell mit einer grünen oder rote Sauce serviert. In der würzigen „Mojo picón“ (rot) stecken Paprika, Kreuzkümmel Knoblauch, Essig und Öl. Für das Mojo Verde darf Koriander nicht fehlen.

Papas Arrugadas: Pixabay CC0, Hans

2. Gofio in allen Variationen

Gofio ist als eine Art Polenta ein echtes Grundnahrungsmittel, das wohl bereits die kanarischen Ureinwohner kannten. Es handelt sich dabei um vorgekeimte und geröstete Mais-, Weizen- oder Gerstenkörner, die fein vermahlen wurden. Gofio kann mit Milch zu einem süßen Brei verarbeitet werden, die Basis für Kuchen bilden und wird auch gerne in der deftigen Küche verwendet. Für den kanarischen Wintereintopf Escaldón de gofio wird Gofio mit einer Fleisch- oder Fischbrühe angerührt und mit kleinen Fleisch- oder Gemüsestücken angereichert. In jedem Fall sind alle Gofio-Gerichte echte Sattmacher!

3. Queso asado con mojo

Kanarischer Käse genießt in Fachkreisen höchste Anerkennung: Die Milch dafür stammt direkt von den Inseln und der Käse reift oft in einem bestimmten inseltypischen Mikroklima. So entsteht eine einzigartige Sortenvielfalt – vom Schafskäse Finca de Uga Bodega aus Lanzarote bis hin zum Maxorata mit Paprika-Extrakt aus Fuerteventura.

Schafskäse: Pixabay CC0, ha11ok

Für das beliebte Tapas-Gericht Queso asado con mojo werden weiche oder halbfeste Käsescheiben gebraten und mit Mojo serviert. Keine kalorienarmer, aber ein sehr köstlicher Snack!

4. Caldo de millo

Mit einfachen Zutaten wie Mais, Zwiebeln, Salz, Öl und Knoblauch ist die Caldo de millo ohne Frage der bodenständigen Küche zuzuorden. Die vor allem auf Lanzarote beliebte Maissuppe wird aber auch gerne mit schmackhaften kanarischen Käse verfeinert.

5. Sancocho Canario

Das traditionelle Fischgericht gehört auf den Kanaren unbedingt zu Ostern bzw. zum Karfreitag, schmeckt aber auch im übrigen Jahr. Ganz klassisch steht bei Sancocho Canario Wrackbarsch im Mittelpunkt. Fürs unverwechselbare Aroma sorgen Petersilie, rohe Zwiebeln oder Mojo. Dazu gibt es Süßkartoffeln, Kartoffeln oder Gofio.

6. Conejo en Salmorejo

Salmorejo: Pixabay CC0, Veganamente

Insbesondere auf Teneriffa erfreut sich mariniertes Kaninchenfleisch großer Beliebtheit. Vor dem Braten wird das Fleisch in Weißwein, Olivenöl, Knoblauch, Thymian und Essig mariniert. Dazu passen wunderbar Papas arrugadas.

7. Puchero Canario

In der warmen Jahreszeit kommt gerne die typisch kanarische Wasserkressesuppe auf den Tisch, in den kühleren Wintermonaten darf es dann eher ein kräftiger Eintopf sein. Für den gehaltvollen Puchero Canario müssen Kartoffeln, Süßkartoffeln, Kürbis, Mais, Kichererbsen und Fleisch auf die Einkaufsliste. Die nötige Würze bringen Petersilie und Minze mit.

8. Zum Abschluss etwas Süßes?

Als Dessert können Sie in Ihrem Urlaub auf den Kanaren Frangollo probieren! Der Maisgrießpudding mit Milch, Mandeln, Eier und Butter schmeckt in jeder Region ein bisschen anders.

Die Rapaduras haben ihren Ursprung auf der Insel La Palma. Die kleinen Kegel aus Zuckerrohrsirup passten perfekt zu Eis. Auch hier kommt wieder einmal Gofio ins Spiel: Er bildet die Grundlage für den Teig aus Zuckerrohrsaft, Mandeln und Zitrone.

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