Sportlich aktiv in Warnemünde: die besten Spots für Stand-up-Paddler, Wellenreiter und Windsurfer

26. Juni 2017 | Von | Kategorie: Deutschland, Reisetipps, Reiseziele

Das Ostseebad Warnemünde ist bei Feriengästen aus aller Welt beliebt; dies liegt vor allem an den breiten Sandstrand und dem charmanten, maritimem Flair, das allerorten spürbar ist. Doch nicht nur für einen ausgedehnten Strandtag oder eine Bummeltour durch die kleinen Altstadtgassen ist der Ort bestens geeignet. Auch Sportliebhaber und Outdoorfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten. Wenn Sie Freude am Surfen, Wellenreiten oder Stand-up-Paddeln haben, sollten Sie einen Stop einplanen. Und selbst Anfänger haben hier beste Chancen, sich das erste Mal auf dem Brett unter Beweis zu stellen.

Bild: Unsplash.com - Blake Hunter

Bild: Unsplash.com – Blake Hunter

Trendsport im Wasser: Wellenreiten, Stand-up-Paddling und Co. – eine kleine Übersicht

Surfen und Wellenreiten – ist doch ohnehin beides dasselbe, oder? Wir geben einen kleinen Einblick in die populärsten Wassersportarten. Vielleicht finden Sie auch bald Ihren persönlichen Favoriten.

Wellenreiten wird von Laien oft mit Surfen verwechselt, dabei gibt es zwischen beiden Sportarten entscheidende Unterschiede. Beim Wellenreiten ist kein Wind erforderlich, der nötige Auftrieb kommt durch das leichte, geschäumte Board – meist mit einer Finne ausgestattet – zustanden. Hinzu kommt, dass die Dynamik der Welle genutzt wird. Anders beim Surfen – hier erfolgt der Antrieb über den Wind, ist er nicht ausreichend, kommt ein Segel zum Einsatz. Und so bestimmt die Windrichtung auch die Fahrtrichtung, Profis können aber auch durch Drehen des Boards oder Segeleinstellungen bestimmen, wo’s langgeht. Auch für Anfänger auf dem Board ist Skimming oder Skimboarding geeignet; hierbei geht es darum, auf einem dünnen Wasserfilm zu gleiten. Nach einem langen Anlauf springen Skimboarder auf ihr Brett und lassen sich auf der Welle treiben, bis diese am Strand angekommen ist. Auch ältere Menschen oder Kinder können sich am Stand-up-Paddling (SUP), auch als Stehpaddeln bezeichnet, versuchen. Bei dem Trendsport steht der Fitnessgedanke im Vordergrund, aber auch der meditative Gedanke spielt eine große Rolle; die Fortbewegung erfolgt mittels eines langen Paddels. Zum Ausprobieren eignen sich ruhige, wellenlose Gewässer am besten. Wer kein Surfbrett zur Hand hat, kann auch ein aufblasbares SUP-Board nutzen.

Bild: Pixabay (CC0)

Stand-up-Paddling: auch Kinder können sich ausprobieren //Bild: Pixabay (CC0)

Bedingungen vor Ort – Wind, Wetter und Wasser

Warnemünde verfügt über einen bis zu 100m breiten und 5m langen Sandstrand, der viel Platz zum Ausprobieren und Aufbau des Materials bietet. Aufgrund der feinsandigen Qualität sind auch Trockenübungen hier problemlos möglich. In der Nebensaison, von Oktober bis Ende April ist der Einstieg für Surfer überall möglich. Das eigentliche Surfen ist jedoch nur hinter den weißen Bojen möglich. In der Hauptsaison (1.05.-30.09.) ist der Einstieg generell begrenzt und nur am Strandblock 13 erlaubt. Da hier viele Badegäste vor Ort sind, sollte das Surfen auf die frühen Morgen- oder den späten Nachmittag verschoben werden, ab 17 Uhr kann der thermische Wind noch gut zum Windsurfen genutzt werden. In Warnemünde ist die vorherrschende Windrichtung SW bis NW, Windstärken 0-2 sind typisch, bei gutem NW-Wind können sich aus Kabbelwellen Wellen bis zu stattlichen 2,5 Metern Höhe entwickeln.

Nach dem Surfen oder Wellenreiten oder für die kleine Pause zwischendurch, stehen zahlreiche öffentliche Toiletten zur Verfügung. Am Strandaufgang 6, direkt an der Strandpromenade, wurde 2014 eine moderne Anlage eröffnet, die 10 WCs sowie 2 Duschkabinen aufweist. In Warnemünde sind zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten vor Ort vorhanden, die dank Bäderregelung auch oft an Sonntagen geöffnet sind, sodass der Einkauf von Lebensmitteln, Getränken und kleinen Snacks für den Strandtag problemlos möglich ist. Zwar ist die Parksituation in Warnemünde manchmal problematisch, doch mit unseren Tipps kann das Auto abgestellt werden.

Bild: Pixabay (CC0)

Von ruhig bis stürmisch wild – die Ostsee // Bild: Pixabay (CC0)

Auf der Fährwelle reiten

Eine Besonderheit in Warnemünde ist die sogenannte Fährwelle (Ferry Wave), die über die Grenzen des Orts Bekanntheit erlangt hat. Die Fähren der Scandlines-Flotten fahren regelmäßig vom dänischen Gedser bis Rostock, etwa eine Viertelstunde vor Anlegen der Fähre erreicht eine starke Welle den Strand. Dank idealer Bedingungen, oft herrscht ein leicht ablandiger Wind, verursacht der 29.000 PS-starke Motor der Fähre einen schönen Swell, der für Anfänger, Intermediates und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet ist. Bis zu 1,5m Höhe kann die Welle erreichen, die dank Fährkalender wunderbar vorhersagbar ist. In Anlehnung an das amerikanische Kalifornien erhielt das Ostseebad so den Spitznamen „Warnifornia“.

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Ferry Wave Surfing in Warnemünde // Bild: Unsplash.com – Igor Kasalovic

Surfschulen vor Ort

Sie wollten schon immer mal aufs Surfbrett steigen, kennen aber niemanden, der es Ihnen beibringt? Bei einem Urlaub in Warnemünde ist Ihre Chance endlich gekommen. Im Ostseebad finden Sie zwei professionelle Surfschulen, die neben Kursen, auch einen Verleih von Brettern anbieten. Die Crews stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und helfen, wenn das Board mal repariert werden muss. Am Strandaufgang 11 finden Sie die Surfschule „Supremesurf Beachhouse“ nebst Verleih und Strandbar. Ebenfalls nur fünf Minuten vom Strand entfernt befindet sich der Surfshop „HW Shapes“, der ebenfalls Kurse in den verschiedenen Wassersportarten anbietet. Zum Abschluss Ihres Tages können Sie etwa in der „Schusters Strandbar und Beachclub“ einkehren; inmitten der Dünen gelegen, bietet die Bar einen tollen Ausblick auf den Teepott sowie den Leuchtturm, beide nur wenige Meter entfernt. Geneßen Sie eine kühle Erfrischung oder tauschen sich mit Gleichgesinnten aus.

Bild: Unsplash.com - Louis Moncouyoux

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