Ummanz wird gern als die kleine Schwester Rügens bezeichnet. Die etwa 20 Quadratkilometer große Halbinsel liegt im Westen Rügens, eingebettet in die unberührte Naturlandschaft des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Urlauber erleben auf Ummanz Natur pur und können den Touristenrummel hinter sich lassen. Schattige Wälder, weite Alleen und urige Landgaststätten laden zum Innehalten und Verweilen ein. Auch Aktivurlauber sind auf Ummanz an der richtigen Adresse.

Ummanz für Wasserratten und Aktivurlauber

Ummanz gilt als beliebtes Surf-Revier. Im Ortsteil Suhrendorf kommen Surfer und Kiter auf ihre Kosten. Sie können sich von erfahrenen Coachs das Wind- und Kitesurfen beibringen lassen. Im knietiefen Wasser sind auch Kinder schnell für das Board zu begeistern. Donnerstags und sonntags bietet das Wassersportcenter vor Ort Schnupperkurse an.

Foto: olleaugust@Pixabay

Trockenen Fußes lässt sich der Walderlebnispfad auf Ummanz in Angriff nehmen. Die zwei Kilometer lange Strecke werden auch Kinder nicht als langweilig oder zu lang empfinden. Förster Rudolf nimmt die Kleinen mit auf eine spannende Entdeckungsreise. Zapfenweitwurf, die übergroße Hörmuschel oder das Wissensspiel sorgen für Kurzweil und gute Laune. Auf den Relax-Liegen können Sie zur Ruhe kommen und den Geräuschen des Waldes lauschen.

Wer auf Ummanz die Aussicht genießen will, begibt sich auf den Deich. Auf 2,8 Kilometer Länge wandert der Blick über das Meer, bis zur Insel Hiddensee. Bei günstigen Winden können Sie Segler und Kiter beobachten. Der Deich ist asphaltiert und kann auch mit dem Rad befahren werden.

Hiddensee: falco@Pixabay

Sightseeing auf Ummanz

Ein erster Anlaufpunkt für Touristen auf Ummanz ist die Touristeninformation, die in der Alten Küsterei ihr Domizil gefunden hat. Hier können Sie sich mit Prospekten und Postkarten eindecken, kleine Souvenirs erwerben und sich hilfreiche Tipps und Ratschläge für einen gelungenen Urlaub holen.

Doch das Gebäude hat noch mehr zu bieten. Eine kleine Ausstellung informiert über die Vielfalt der Natur der Halbinsel und des Nationalparks. Sie können sich zunächst im Foyer orientieren und werden danach in die vier kleinen Ausstellungsräume eingeladen.

Nach einer ersten Orientierung bietet sich der Besuch der evangelischen St. Marienkirche an. Das Gotteshaus befindet sich unmittelbar neben der Tourist-Information. Der Backsteinbau wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Wertvollster Einrichtungsgegenstand ist ein um 1520 in Antwerpen entstandener Schnitzaltar. Die mit Blattgold versehenen Tafelbilder zeigen Szenen der Passionsgeschichte. Die Kirche ist nach Gottesdiensten zwischen 12 und 13 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.

Ummanz, Rügen: jggrz@Pixabay

Zeitreise nach Freesenort

Freesenort ist die älteste Siedlung auf Ummanz. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das beginnende 14. Jahrhundert zurück. Im 16. Jahrhundert gab es im Dorf die ersten Bauernhöfe. Davon zeugen bis heute vier unter Denkmalschutz stehende Gebäude. Ein niederdeutsches Hallenhaus mit Zuckerhutdach gilt als ältestes Haus in Freesenort und entstand vermutlich im 17. Jahrhundert.

Freesenort liegt inmitten des Nationalparks und ist für den Autoverkehr gesperrt. Stellen Sie Ihren Wagen am Ortseingang ab und lassen Sie sich auf eine Zeitreise ein. Blicken Sie einmal nicht auf die Uhr und lassen sich von der landschaftlichen Schönheit gefangen nehmen.

Kraniche unter sich

Jahr für Jahr erwartet die Einheimischen und Besucher von Ummanz ein ganz besonderes Naturschauspiel. Wird es Herbst an der Ostseeküste, finden sich zehntausende Kraniche ein. Oft sind die Vögel bis in den November hinein zu beobachten. Sie stärken sich auf den Feldern mit übriggebliebenem Mais, bevor sie ihre Reise in die südlichen Winterquartiere antreten.

Kraniche: BarbeeAnne@Pixabay

In Tankow wurde ein Vogelbeobachtungspunkt errichtet. Von dem hölzernen Bau lassen sich die Salzgraswiesen und Boddengewässer gut überblicken. Finden Sie sich am Abend am Beobachtungsposten ein, können Sie beobachten, wie die Kraniche ihr Nachtquartier in der Udarser Wiek ansteuern. Der Himmel bietet mit seiner Rot- bis Violettfärbung einen eindrucksvollen Hintergrund.

Wenn Sie mehr über die Kraniche erfahren möchten, können Sie im Obergeschoss der Ummanz-Information eine interessante Kranich-Ausstellung besuchen. Es werden Fragen zur Aufzucht der Jungtiere und zur Kranich-Beobachtung beantwortet. Untermalt wird die Präsentation von eindrucksvollen Tierfotografien und Filmmaterial von Knut Fischer. Der Besuch der Ausstellung kostet vier Euro.

Typisch Ummanz – handgefertigte Keramik und urige Einkehr

Wenn Sie Ummanz besuchen, sollten Sie es nicht versäumen, bei Ummanz-Keramik vorbeizuschauen. Den Weg zum Geschäft können Sie nicht verfehlen, denn ein mit Keramik beladender Handwagen weist Ihnen den Weg. Im reetgedeckten Stall bieten Susan Schmorell und ihr Team Keramik, die mit typischen Inselmotiven versehen ist zum Verkauf an. Kannen, Schalen oder Tassen sind mit leuchtenden Mohnblumen, Sanddornbeeren oder Kranichen verziert.

In den Bauernhof-Cafés können Sie zur Ruhe kommen und den einzigartigen Charme dieser für Ummanz typischen Einrichtungen genießen. Im Café Zuckerkuss, bei Bauer Lange oder in der Kaffeerösterei Ummanz werden häufig kulinarische Erlebnisse mit der Möglichkeit vor Ort zu übernachten und Einblick in das Landleben zu erhalten kombiniert.

Der Erlebnis-Bauernhof Kliewe zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen auf Ummanz. Das Hof-Restaurant liegt direkt am Bodden. Auf der Speisekarte stehen Geflügelgerichte von hauseigenen Tieren. Auch die servierten Kuchen und Torten stammen aus eigener Produktion.

Besuchen Sie den Erlebnis-Bauernhof Kliewe an einem Montag, können Sie an einem gemütlichen Grillabend teilnehmen und sich am Buffet bedienen. Im Hofladen wechseln regionale Produkte ihre Besitzer. Kinder toben auf dem Spielplatz oder gehen mit den Ziegen und Schafen im Streichelgehege auf Tuchfühlung. Während der Sommersaison wird auch zu Touren mit dem Traktor eingeladen.

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