Flugmythen

9. September 2014 | Von | Kategorie: Reisetipps

Fast jeder tut es und doch wissen die meisten Menschen so wenig darüber, das Fliegen. Das Flugzeug gehört zu den wichtigsten und auch beliebtesten Fortbewegungsmitteln, dennoch halten sich einige Mythen rund um das Fliegen hartnäckig.

Mythos 1: Fluggäste können aufgrund eines beschädigten Fensters aus dem Flieger gesogen werden

Diese Angst ist der Klassiker unter den Mythen, doch dies ist im Passagierraum nicht möglich, da die Fenster dort mehrfach verglast und zudem zu klein sind. 1990 ereignete sich im Cockpit jedoch ein Zwischenfall, bei welchem der Pilot aufgrund eines plötzlichen Druckabfalls beinahe aus einem beschädigten Fenster gezogen worden wäre. Zum Glück verhinderten der Copilot und ein Flugbegleiter Schlimmeres.

Mythos 2: Kabinentüren können während des Fluges geöffnet werden

Aus zahlreichen Spielfilmen ist die Szene bekannt, dass sich zwei Menschen im Flugzeug prügeln und einer der Beiden reißt die Kabinentür auf. In Wirklichkeit jedoch ist dies nicht möglich. Die meisten Kabinentüren müssen zunächst nach innen geöffnet werden. Sie im Anschluss nach außen zu öffnen, würde aufgrund des Luftdruckunterschieds nicht gelingen.

Mythos 3: Im Flieger gibt es keine Sitzreihe Nummer 13

Zumindest bei vielen Fluglinien ist dies richtig. Eine offizielle Vorschrift jedoch gibt es hierbei nicht. Der Grund, sich dagegen zu entscheiden, ist die Furcht, welche die Zahl 13 auslöst, da sie als Unglückszahl gilt.

Mythos 4: Bordtoiletten haben Aschenbecher trotz Rauchverbot

Fluggäste nehmen heutzutage das Rauchverbot an Bord und in den Bordtoiletten als Selbstverständlichkeit hin, jedoch fragen sich einige Passagiere, weshalb alle Bordtoiletten dennoch über Aschenbecher verfügen. Die Regelung geht aus der Sicht der Flugsicherheit auf einen Flugunfall aus dem Jahr 1973 zurück. Ein Flug musste notlanden, da in einer Bordtoilette ein Feuer ausgebrochen war. Die Vermutung lag darin, dass ein Passagier eine noch brennende Zigarette in einen Abfallkübel warf und der Inhalt dadurch Feuer fing. Bei diesem Vorfall kamen die meisten Passagiere ums Leben. Daraufhin wurde das Rauchverbot eingeführt, jedoch halten sich leider nicht alle Passagiere an Verbote. Mit Aschenbechern soll bei uneinsichtigen Rauchern zumindest bewirkt werden, dass die eventuell noch brennende Zigarette im Aschenbecher sicher entsorgt wird.

Mythos 5: Handys stören die Bordelektronik

Es ist bisher noch kein Flugzeug abgestürzt, weil während des Fluges das Mobiltelefon verwendet wurde, jedoch können die ausgesandten Funksignale die Kommunikation am Boden beeinträchtigen. In erster Linie ist die Vorschrift, vor dem Start Handys auszuschalten, eine Vorsichtsmaßnahme, da Interferenzen mit dem Flugsystem nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden können. Wenn jeder Passagier das Handy eingeschaltet lassen würde, könnten wichtige Gespräche der Flugzeugcrew eventuell nicht durchkommen.

Mythos 6: Das Flugzeugessen schmeckt schlecht

Eine Studie belegt, dass die Geruchs- und Geschmacksschwelle aufgrund des niedrigen Drucks im Flugzeug erhöht ist. Jedoch hat es nichts mit dem Essen zu tun, dass es fade schmeckt. Was über den Wolken ungewürzt und geschmacksneutral schmeckt, würde am Boden versalzen wirken.

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