Sie suchen die schönsten Strände in Italien ? Wir verraten Sie Ihnen ! Bella Italia - der ultimative Strandführer Italien

Bella Italia - der ultimative Strandführer Italien
12. Mai 2016 | Von | Kategorie: Italien, Reiseziele

Ein Urlaub in der Ferne bei traumhaftem Wetter, der langersehnte Sommerurlaub geht meist mit hohen Erwartungen einher. Doch wohin soll es überhaupt gehen? Zu den Traumstränden dieser Welt oder soll der Strandurlaub doch nur an der Nord- und Ostsee stattfinden? Tatsache ist: Nicht nur auf den Malediven oder auf Hawaii gibt es Strände zum Verlieben. Auch mitten in Europa, genauer gesagt Italien, verstecken sich einige der schönsten Strände weltweit.

Italien - Paradiesische Wasserverhältnisse Foto: Jonny Clow (CC0 Public Domain)

Italien – Paradiesische Wasserverhältnisse Foto: Jonny Clow (CC0 Public Domain)

Unser Strandführer verrät Ihnen, wo genau sich die schönsten Strände in Italien verstecken. Außerdem: Wie ist es um die Wasserqualität bestellt, ist der Strand familientauglich und wie sieht es mit der Ausstattung auf? Zusammengelegt ergeben unsere Strände einen paradiesischen Regenbogen.

Baia delle Zagare, Apulien: Südost- Italien

An der apulischen Küste von Gargano delle Baia Zagare, mitunter auch als Baia dei Mergoli bezeichnet, findet sich eine wunderschöne Badebucht. Der dazugehörige Strand ist etwa einen Kilometer lang und mit hellen, feinen Kiessteinchen bestückt. Mitten im glasklaren Wasser zeigt sich der „Arco Magico„, ein Felstor aus Kalkstein. Ebenfalls aus Kalkstein sind die umgebenden Hänge, die von verschiedensten Pflanzen bewachsen sind. In dem glasklaren Wasser zeigt sich das gesamte Spektrum der Farbpalette. Bereits die Ankunft ist ein Erlebnis, denn wer mag, kann dem Küstenwanderweg zum Strand folgen. Immer an der Steilküste des Gargano entlang, eröffnen sich bereits einige traumhafte Aussichten. Die typisch mediterrane Fauna mit Olivenhainen und efeuumrankten Buchengewächsen zeigt sich hier von ihrer schönsten Seite. Romantisch wird es bei einer Bootsfahrt zur Bucht von Zagare; auf dem Seeweg lassen sich auch die geheimnsivollen Grotten entdecken, die sich in der Nähe verbergen.

Gargano – Foto: Pixabay (Creative Commons CC0)


Talamone, Toskana: Mittel-Italien

Talamone, ein Badeort mitten in der Maremma, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Von den Etruskern, Kelten und Goten bis hin zu dem Medici übernahmen verschiedene Herrscher das Zepter. Davon merken Urlauber heute aber nichts mehr. Nun haben die Reichen und Schönen das ehemalige Fischerdorf für sich entdeckt, spürbar ist dies etwa am Yachthafen und den vielen Privatvillen. Der einzige Strand, „Bagno delle Donne“ des Ortes befindet sich direkt am Fuße der Talamone-Burg, eingebettet in eine schroffe Felsenlandschaft. Das Zusammenspiel aus schiefergrauen Felsen, türkisfarbenem Wasser sowie weißer Gischt, die geräuschvoll an die Steine spritzt, ergeben einen unvergleichlichen Anblick. Den Strand umweht zugleich ein Hauch von Exklusivität, denn auf der kleinen Felsterrasse sind nur wenige Sonnenliegen zu mieten. Wer mag, kann direkt von dem Felsvorsprung ins Meer springen oder ein wenig von James Bond träumen, der war nämlich auch schon in Talamone.


Fetovaia-Bucht, Elba:
 Insel im toskanischen Archipel

Mitten im Tyrrhenischen Meer liegt die vielleicht bekannteste Insel Italiens – Elba. Sie hat besonders durch ihren berühmtesten Bewohner, den Exilanten Napoleon Bonaparte, an Bedeutung gewonnen. Sie ist etwa acht Kilometer von dem kleinen Fischerdorf Marina di Campo, das zur Gemeinde Campo nell’Elba gehört, entfernt. Von Pomonte aus erreichen Urlauber die schmale Bucht Fetovaia, die insgesamt nur 250 Meter lang ist. Sie besteht aus weißem, grobkörnigem Granitsand und ist eingerahmt von üppig bewachsenen Felsen. Hinter dem Strand setzt sich die wildromantische Seite Elbas mit tiefen Tälern und Hängen bis zum Monte Capanne fort. Auch das Serviceangebot kann sich hier sehen lassen. Dank Sonnenschirm-, Tretboot- und Schlauchbootverleih müssen keine Wünsche mehr offen bleiben. Daneben laden zahlreiche Restaurants und Cafés in der Nähe zu einem Absacker nach dem Strandtag ein.


San Vito lo Capo, Sizilien: Süd- Italien

San Vito lo Capo ist ein charmanter Küstenort in der Provinz Trapani. Er befindet sich auf einer Halbinsel am Fuße des Berges Monte Monaco, der mit seiner rötlichen Färbung eine spektakuläre Kulisse für den Badetag bietet. Der Strand ist im Gesamten etwa drei Kilometer lang, das Wasser fällt flach ab. Das Strandparadies im Nordwestens Siziliens begeistert mit türkisfarbenem Wasser und feinem Sand – der ab und an mit kleinen Überraschungen aufwartet. Im Sand verstecken sich rosafarbene und rote Korallenstücke, die für die Schmuckherstellung verwendet werden. Urlauber dürfen die Fundstücke jedoch nicht mitnehmen, da der Korallenbestand unter Schutz gestellt worden ist. Doch nicht nur dank des kristallklaren Wassers macht der Strand einiges her, er überzeugt außerdem mit einem gepflegten Erscheinungsbild. Hinzu kommt, dass es hier keine Bettenburgen gibt, sondern Gäste zwischen verschiedenen Ferienwohnungen auswählen können. Auch die Infrastruktur kann mit Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten vollends überzeugen. Kein Wunder also, dass dieses stimmige Gesamtpaket 2011 von der Bewertungsplattform Tripadvisor als der beste Strand Italiens ausgezeichnet wurde.

schön anzusehen - rosa Korall - Foto: Pixabay

schön anzusehen: rosa Korall – Foto: Pixabay (CC0 Public Domain)

Le Due Sorelle in den Marken: Mittel- Italien

An einem Küstenstrich der Adria, genauer gesagt an der Riviera del Conero, befindet sich der Delle Due Sorelle-Strand. Übersetzt bedeutet dies „die zwei Schwestern“.
Ausgangspunkt für einen Ausflug an den Strand bildet das kleine, mittelalterliche Dorf Sirollo. Hier leben dauerhaft nur knapp 4.000 Einwohner, sodass einem entspannten Urlaub nichts im Wege steht. Am Fuße des Monte Conero, eingerahmt von dramatischen, schneeweißen, Felsen bringt der Strand alle Zutaten mit, die ein Traumstrand auszeichnet. Unter den Fußsohlen kitzelt der puderzuckerfeine Sand, der sich ab und an mit Kleinkies vermischt und so sogar noch die Durchblutung fördert. Um die Schönheit des Le Due Sorelle-Strandes für sich zu entdecken, muss zunächst eine kleine Wanderung bewältigt werden. Immer an der Steilküste entlang, präsentiert sich die Felsenbucht bereits aus der Ferne in Bestform. Kristallklares Wasser sowie die Reste der Sklavenbucht (Grotta degli Sciavi) ergeben mit dem Blau des Himmels eine unendliche Weite, die atemlos macht.

Eraclea Mare, Venetien: Nordost- Italien

Harmonisch eingerahmt von dem Fluss Piave und der italienischen Adria liegt der kleine Badeort Eraclea Mare. Hier findet sich der naturbelassene Strand „Spiagga Laguna del Morto„. Die Wasserqualität ist hervorragend, das kristallklare Wasser ruhig. Auch für Familien ist der Strand geeignet, da das Wasser sanft abfällt. Im August findet hier das Drachenfestival statt, bei dem Kinder etwa lernen können, wie die Fluggeräte gebaut werden. Dank einer kühlen Prise – die immer ein wenig nach Pinienharz duftet – schwingen sich die selbstgebauten Drachen federleicht in die Luft. Ein weiteres Argument für einen Familienurlaub in Eraclea Mare sind die zahlreiche Fahrradwege, die sich wie ein Spinnenetz um den charmanten Badeort verteilen. Der Strand selbst ist mit allen Annehmlichkeiten für vergnügte Stunden mit der ganzen Familie ausgestattet. Neben Sonnenliegen und -stühlen bietet der Strand außerdem viele Sportmöglichkeiten, beispielsweise Beachvolleyball und Fußball. Für weitere Ausflüge bietet sich die Lagunenstadt Venedig an, diese ist etwa anderthalb Stunden entfernt.

La Pelosa, La Maddalena, Sardinien: West- Italien

La Maddalena, eine Inselgruppe vor Sardinien, zählt zu den schönsten Inseln des Mittelmeers. Insgesamt 62 Eilande versammeln sich in dem Archipel. Einer der atemberaubendsten Strände, nicht nur Italiens, ist zweifellos La Pelosa, auch als Spiaggia della Pelosa bekannt. Er ist 300 Meter lang und an einigen Stellen bis zu 60 Meter breit. Hier ist der Meeresboden fast weiß, das klare Wasser schimmert in Türkis, Azurblau oder Smaragdgrün. Der Sand zeigt sich in zarten Weißtönen, Karibikfeeling pur. Das Wasser fällt flach ab, sodass kleine Kinder hier sicher baden können. Auch für Taucher sind die Bedingungen ideal. Über dem Strand thront der historische Wachturm aus dem 16. Jahrhundert – der Torre della Pelosa. Der imposante Turm war einst Bestandteil der sardischen Marine. Bei einem Bad im kühlen Nass zeigt sich auf der anderen Seite das Asinara-Archipel. Nur zwei Kilometer von La Pelosa entfernt ist das alte Fischerdorf Stintino. Es liegt gemütlich eingebettet zwischen zwei Einbuchtungen auf einer kleinen Landzunge im Golf von Asinara. Auf dem Weg nach Stintino zeigt sich die Mittelmeerflora von ihrer entzückendsten Seite. Die Wege und Felsen sind dicht bewachsen mit den verschiedensten Kräutern wie Myrrhe oder Lorbeer.

Cala Goloritze, Sardinien

Schon bei der Anfahrt mit dem Ausflugsboot – entweder von Cala Gonone oder Arbatax aus – erblicken Gäste das Wahrzeichen des Strandes. Eine eindrucksvolle Felsnadel. Sie heißt Punta Caroddi. Wer mag, kann diese sogar besteigen, oben angekommen, zeigt sich der Strand in seiner ganzen Pracht. Die Badebucht im Golfo di Orosei, in der Provinz Ogliastra, eignet sich eher für Strandkenner. Da das Wasser schnell abfällt, sollten kleine Kinder hier nicht baden. Schnorchler und Taucher aber schätzen das glasklare Wasser, das sich tages- und wetterabhängig in Schattierungen von türkis- bis smaragdblau und grün zeigt. Weißer Kieselsand kitzelt die Füße. Hinter dem Strand erstreckt sich eine schroffe Felswand, die heiße Nachmittage erträglicher macht. Auf dem Weg zurück können Urlauber bis zum Hochplateau Su Golgo wandern und am Ende einen schönen Rundblick über die immergrüne Golgo-Ebene genießen.

Goloritze - die markante Felsnadel - Foto: Pixabay (CC0 Public Domain)

Goloritze – die markante Felsnadel – Foto: Pixabay (CC0 Public Domain)

Bay of Silence, Ligurien: Nordwest- Italien

Im kleinen Fischerdorf Sestri Levante, auf der Halbinsel Golfo Tigullo, zeigt sich ein Strand, der nicht in die typische Traumstrand-Schablone passt. Umschlossen wird er von pastellfarbenen Bonbonhäusern, die dem Strand eine märchenhafte Atmosphäre verleihen. Wenn das untergehende Sonnenlicht auf dem himmelblauen Wasser tanzt und die Farben der Häuser widerspiegelt, meint sich so mancher in einer unwirklichen Fantasywelt. Zusammen mit üppiger Vegetation und goldfarbenem Sand ergibt sich ein Strandpanorama, das zum Verlieben förmlich einlädt. In der Nähe, ebenfalls an der italienischen Riviera, befinden sich die Städte Portofino und Genua. Hier können Urlauber nach einem Strandtag ein Eis genießen und den ausklingenden Abend in aller Ruhe genießen.

Giamaica Beach, Sirmione, Lombardei: Nord- Italien

Auf der Halbinsel Sirmione, die nadelförmig etwa vier Kilometer ins Meer hineinragt, befindet sich einer der schönsten Strände der Lombardei: Giamaica Beach, manchmal auch als Jamaica Beach bezeichnet. Das Kap eröffnet Besuchern einen spektakulären Anblick, denn die Spitze der Halbinsel ist von einem Ring aus Felsplatten umgeben. Diese liegen nicht mal einen Meter unter der Wasseroberfläche verborgen und verleihen dem Wasser seine charakteristische Färbung aus verschiedenen Blau- und Türkistönen.

Der Strand, er liegt am südlichen Ende des Gardasees, erstreckt sich unterhalb der Ruinen einer römischen Villa, auch als Grotten des Catull bekannt. Bei dieser handelt es sich um Überreste eines Herrschaftssitzes aus der Kaiserzeit; sie stellt die größte und zudem am besten erhaltene Villa dieser Art im Norden Italiens dar. Gaimaica Beach ist auf verschiedenen Wegen erreichbar. Wenn das Wasser niedrig steht, kann der Strand zu Fuß erreicht werden. Besucher beginnen ihren Fußmarsch am besten bei den Thermen Catullo und folgen anschließend den Felskanten bis sie den Strand erreichen. Wenn das Wasser etwas höher steht, kann er auch auf mit dem Boot angefahren werden. Da das Wasser hier sehr flach ist, eignet es sich wunderbar für erste Schwimmversuche, besonders von kleinen Kindern. Nach einem Strandtag kann dem Städtchen Sirmione, eine der meistbesuchten Orte am Gardasee, ein Besuch abgestattet werden. Auch die Boiolia-Heilquellen, die schwefelhaltigen Quellen waren schon bei den Römern beliebt, sollten nicht fehlen.

 

 

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