Die Krk- Brücke: Vom Festland auf die Insel und zurück Dank modernster Baukunst zu alten Kulturdenkmälern

Dank modernster Baukunst zu alten Kulturdenkmälern
29. Januar 2016 | Von | Kategorie: Kroatien

Wer die Krk-Brücke überquert, landet nicht nur auf der größten kroatischen Insel, sondern auch direkt im Herzen der Kvarner Bucht, denn als solches wird die Insel gerne bezeichnet. Den Superlativ, die größte Insel zu sein, muss sich Krk aktuellen Messungen zufolge zwar mit der 405,78 m² großen und somit flächengleichen Schwesterninsel Cres teilen. Die Beherbergung einiger der ältesten kroatischen Kulturdenkmäler beansprucht die Insel Krk jedoch exklusiv für sich. Dazu kommen an die 2500 Sonnenstunden im Jahr sowie Wassertemperaturen von 25 Grad im Sommer und 20 Grad im Herbst – nachvollziehbar, dass die Brücke viele Besucher zu einem Ausflug auf die Insel lockt.

Brücke Krk - Foto: Uwe Schlick - Pixelio.de (rkn)

Brücke Krk – Foto: Uwe Schlick – Pixelio.de (rkn)

Die Brücke: Stahlbeton, der Land und Insel miteinander verbindet

Die Brücke verbindet die Insel Krk mit dem Festland und ist nicht nur aufgrund der Gesamtlänge von 1450 m ein imposantes Bauwerk. Die einst als Marshall-Tito-Brücke bezeichnete Konstruktion, deren längster Bogen es auf eine Weite von 416 m bringt, galt lange Zeit als die am weitesten gespannte Stahlbetonbogen-Brücke der Welt. 1996 wurde sie allerdings von der chinesischen Wanxiang-Brücke übertrumpft – und zwar um genau 4 m. Erbaut wurde die Krk– Brücke 1976 und um die Herausforderung zu meistern, einen Brückenschlag vom Land auf die Insel zu schaffen, wuchsen die Brückenhälften sowohl von der Landseite als auch von der Inselseite. In der Mitte – auf der Insel Sveti Marko – wurden die beiden Hälften zusammengefügt. Eröffnet wurde die Brücke 1980, in den ersten 20 Jahren seit der Eröffnung verzeichnete sie 27 Millionen Überfahrten.

Die Krk-Brücke in Zahlen:

• Gesamtlänge: 1450 m
• Höhe: ca. 67 m
• Breite: 11,40 m
• Bauzeit: 1976 – 1980
• Eröffnung: 19.07.1980
• Bemessene Windgeschwindigkeit für Fahrzeuge: ca. 142 km/h

brücke im Natrupark Krk - Foto: Peter von Bechen (rkn)

Brücke im Natrupark Krk – Foto: Peter von Bechen (rkn)

Die Überquerung der Brücke ist mautpflichtig

Gut zu wissen, damit es keine böse Überraschung gibt: Für das Überqueren der Brücke ist eine Mautgebühr zu entrichten. Wie in Kroatien üblich, wird die Maut nach der Anzahl der gefahrenen Kilometer berechnet – umgerechnet fällt etwa alle sieben Kilometer ein Euro Mautgebühr an. Die Brückenüberfahrt mit einem PKW kostet in diesem Fall knapp 5 Euro. Zu bezahlen ist wahlweise in der Landeswährung, in Euro oder per Kreditkarte an den Kassenhäuschen am Ende der Brücke.

Für die Planung der Route ist ebenfalls zu berücksichtigen, dass die Brücke bei starkem Wind nicht für jedermann befahrbar ist. Die für Fahrzeuge bemessene Windgeschwindigkeit liegt bei 142 km/h.

Krk – was bietet das Inselleben?

Und warum, neben der großartigen Brückenkonstruktion und dem fantastischen Ausblick während der Fahrt über die Brücke lohnt sich ein Besuch auf der Insel Krk? Weil die Insel aufgrund ihrer bewegten Geschichte, die unter anderem die Spuren von Römern, Venezianern oder Österreichern trägt, als eine der Wiegen der kroatischen Kultur bezeichnet wird. All das lässt sich in malerischen historischen Altstädten mit Wehrtürmen, Stadtmauern und zahlreichen architektonischen Highlights eindrucksvoll bestaunen. Auch die karstige Landschaft, die atemberaubend schöne Naturparks und unzählige verschwiegene Buchten beinhaltet, könnte ein Anreisegrund sein. Wer mag, kann natürlich auch einen der schönen Strände von Baska im Süden, Malinska und Njivice im Westen oder Silo im Norden der Insel aufsuchen oder sich vom quirligen Treiben an den Strandpromenaden anstecken lassen. Es gibt eben viele Gründe, um inselwärts über die Krk– Brücke zu fahren.

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