Tipps zum Parken in Venedig Damit das Parken in Venedig nicht zum Albtraum wird

Damit das Parken in Venedig nicht zum Albtraum wird
22. Januar 2016 | Von | Kategorie: Italien

Ist es schon ohnehin schwierig, mit dem Auto in irgendeiner der am meisten besuchten Städten Europas unterwegs zu sein, wie prekär wird es erst in einer Stadt wie Venedig zu parken, die praktisch autofrei ist. Besonderheit der beliebten Lagunenstadt ist eben, dass diese auf über 100 Inseln erbaut wurde, welche durch paar hundert Brücken verbunden sind und das Stadtbild nicht nur durch die charakteristischen Gassen, sondern auch von unzähligen Kanälen geprägt wird. Die gesamte Infrastruktur muss auf diese besonderen Umstände ausgerichtet sein, nämlich dass der überwiegende Teil des Verkehrs einfach auf dem Wasser stattfindet. Darauf muss sich jeder Tourist, der diese zauberhafte Stadt besucht, eben einrichten. Für den Besucher bedeutet das konkret, dass kein Hotel in Venedig über einen Parkplatz bzw. Garage verfügt. Das mag jetzt alles auf den ersten Blick recht entmutigend wirken, aber wer bereit ist, einige Kompromisse in Kauf zu nehmen, für den lässt sich dennoch die eine oder andere Parkmöglichkeit in Venedig ausfindig machen.

Zentral parken, aber nicht gerade billig…

Venedig - Foto: Sahmeditor / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Venedig – Foto: Sahmeditor / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Wer möglichst nahe der Altstadt parken möchte, dem stehen dafür zwei bewachte Parkhäuser am Piazzale Roma zur Verfügung. Dies ist der einzige Platz in Venedig, zum dem man direkt mit dem Auto gelangen kann. Zum einen handelt es sich um Autorimessa Comunale mit über 2.000 Stellplätzen. Wer hier sein Fahrzeug einen ganzen Tag langen parken will, der muss mit einer Gebühr von mindestens 26 Euro rechnen. In dem zweiten Parkhaus – San Marco – sind es gar 30 Euro pro Tag. Wer etwas Geld sparen will, der bucht den Stellplatz am besten online. Ohnehin empfiehlt sich, etwa in der Karnevalszeit, eine Reservierung. Das Parken am Piazzale Roma mag zwar recht kostspielig sein, aber doch optimal, um die venezianischen Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichen zu können.

PKW-Stellplätze auf Laguneninseln nutzen

Eine preisgünstigere Alternative bietet sich auf der gerade mal knapp 700 Meter langen Insel Tronchetto. Auf diesem künstlich angelegten Eiland befindet sich unter anderem ein modernes Parkhaus, wobei die Parkgebühr für 24 Stunden 21 Euro beträgt. Die kleine Insel ist mit der Autofähre zu erreichen. Der Tarif hängt von dem Fahrzeug, als auch von der Strecke ab. Ein kleiner Tipp am Rande für den Besuch in Venedig: bei dem Erwerb einer sogenannten Venice Card gibt es ermäßigte Preise und zwar sowohl für den öffentlichen Nahverkehr als auch für verschiedene öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Museen. Sehenswürdigkeiten, wie den Markusplatz, kann man von Tronchetto aus mit dem Wasserbus (in der Lagunenstadt als Vaporetto bezeichnet) der Linie 2 erreichen. Eine weitere Laguneninsel mit Parkmöglichkeiten ist Lido. Hier gibt es sogar Hotels mit eigenen Parkplätzen. Direkt nach Venedig kommt man von dort aus bequem mit der Vaporetto-Linie 1 sowie 2 hin.

Parkplätze am Festland

Weiter und wohl auch umständlicher wird es hingegen, wenn man auf dem Festland, also in Mestre parkt. Auf der anderen Seite kann man beim Parken selbst in diesem Fall schon einiges an Geld sparen. So kostet es 16 Euro pro Tag, wenn man den Wagen auf dem Parking Viale Stazione abstellt. In der Tiefgarage Piazzale Candiani kann man seinen Geldbeutel noch mehr schonen: 12 Euro beträgt hier der Tagestarif. Doch wer ein Sparfuchs sein will, der steuert vielleicht gleich Ca’Marcello oder Mondiale an – Tagesgebühr 4 Euro bzw. 4,50 Euro.

Als weitere Möglichkeiten zum Parken, allerdings noch mehr entfernte, wären da der Fusina Park südlich von Mestre oder der Park Punta Sabbioni östlich von Venedig zu nennen. Die Preise liegen bei etwa 9 Euro pro Tag. Recht preiswert, ab ca. 5 Euro pro Tag, geht es auch in der Nähe des Flughafens Marco Polo zu im AliPark mit eigenem Shuttleservice.

 

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