Whale Watching auf den Kanaren – Wale beobachten auf Teneriffa und Co.

16. Mai 2017 | Von | Kategorie: Reisetipps, Reiseziele, Spanien

Zu Lande, zu Wasser oder aus der Vogelperspektive – die Kanarischen Inseln sind aus jedem Blickwinkel ein atemberaubender Anblick. Doch besonders Wasserliebhaber können sich hier ein ganz besonderes Erlebnis gönnen. Teneriffa, Gran Canaria und La Palma gehören zu den weltbesten Spots für Wal- und Delfinbeobachtungen. Eine solche Walsafari können Sie mit dem Helikopter, mit dem Boot, aber auch zu Fuß – auf eigene Faust – unternehmen. Mehr als 13 Millionen Menschen jährlich lassen es sich nicht nehmen, die Meeressäuger in ihrem natürlichen Lebensraum zu betrachten. Gehören Sie bald auch dazu?

Eindrucksvolle Buckelwale // Bild: Pixabay (CC0)

Eindrucksvolle Buckelwale // Bild: Pixabay (CC0)

Welche Wale gibt es auf den Kanaren?

Die natürlichen Lebensbedingungen für Wale sind auf den Kanaren ideal. Das Wasser ist meist sehr warm und die Tiere finden hier ein reichliches und vielfältiges Nahrungsangebot. Dies führt dazu, dass sich außergewöhnlich viele Arten vor den Inseln tummeln. Bis zu 26 unterschiedliche Spezies finden sich in den Gewässern ein.

Zu den imposantesten Vertretern gehören mit Sicherheit Pottwale, die Männchen können bis zu 20 Meter lang und bis zu 60 Tonnen schwer werden. Wenn sich eines dieser Tiere aus dem Wasser erhebt, fühlt sich so mancher ganz klein und unbedeutend. Bis zu 3000 Meter tief können einige Vertreter tauchen. Nicht an ihrer Größe, aber an ihren Kehlenfurchen sind Furchenwale zu erkennen. Diese markanten Körpermerkmale ermöglichen den Säugern die Nahrungsaufnahme.

Vielleicht nicht ganz so eindrucksvoll in ihrem Erscheinungsbild, aber deutlich zugänglicher sind Grindwale, die – überraschenderweise – zu den Delfinen gezählt werden. Sie sind auf den Kanaren oft in kleinen Gruppen anzutreffen und spielen hier miteinander. Wenn Sie Glück haben, werden die Tiere versuchen, auch mit Ihnen etwas Schabernack zu treiben. Ebenso sympathisch kommen Delfine daher. Sie nähern sich oft den Booten an und wollen zu ihren menschlichen Besuchern Kontakt aufnehmen.

Bild: Pixabay (CC0)

Verspielte Delfine // Bild: Pixabay (CC0)

Die besten Spots auf den Kanaren – Inseln im Überblick

Viele Arten leben dauerhaft in den Gewässern der Kanarischen Inseln, so dass die Chance auf eine erfolgreiche Sichtung hier immer sehr hoch ist. Hinzu kommt, dass die Meeressäuger oft ganz nah an die Küste herankommen, sodass Sie sogar von Land aus Wale und Delfine sehen können. Besonders, wenn die Tiere zu ihren Futterplätzen schwimmen, haben Sie eine gute Gelegenheit, sie aus nächster Nähe zu sehen. Dies ist im Frühjahr sowie im Herbst der Fall, wenn die Meeressäuger in ihre Heimatgewässer zurückkehren.

Einer der führenden Walbeobachtungsorte in Europa ist Teneriffa. Die imposanten Tiere schwimmen hier nah an der Küste, außerdem leben hier zwei Kolonien von Großen Tümmlern und Kurzflossen-Grindwalen. Vor allem an der Südküste der Insel beginnen die beliebten Waltouren. Sie beginnen im Hafen von Los Gigantes, fahren dann immer an der Küste entlang, bis nach Costa Adeje und anschließend nach Playa de las Americas.

Die Gewässer vor Gran Canaria sind dank der Passatwinde sehr sauerstoffreich, sodass sich hier viele Wale aufhalten. Besonders im Südwesten der Insel, beim Ort Puerto Rico, haben Sie beste Chancen Delfine zu sehen.

Auf La Palma sollten Sie sich die Westküste, und insbesondere den Hafen von Tazacorte vormerken. Von hier aus starten regelmäßig Beobachtungstouren. Wenn Sie auf „La Isla Bonita“ Urlaub machen, sollten Sie sich eine Walsafari nicht entgehen lassen, da die Chancen auf eine Sichtung hier bei etwa 90 Prozent liegen. Sogar Pottwale zeigen sich vor La Palma des Öfteren.

Vor der Küste von La Gomera, hier besonders Gran Rey, können Sie mit etwas Glück Zügeldelfine, Pott- oder Finnwale oder Große Tümmler sehen.

Wale vor La Gomera beobachten // Bild: Pixabay (CC0)

Wale beobachten vor La Gomera // Bild: Pixabay (CC0)

Praktische Tipps für Ihre Waltour

Sie haben eine Whale Watching-Tour gebucht und wollen sich nun darauf vorbereiten? Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt, damit Ihre Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

  • Bringen Sie viel Zeit mit, dies gilt besonders, wenn Sie die Tiere an Land beobachten wollen. Gehen Sie langsam die Küstenregion ab und halten dabei das Fernglas auf die Wasseroberfläche. Noch besser sehen Sie die Tiere vom Boot aus, da viele Boote mit Glasböden ausgestattet sind.
  • Denken Sie an warme und bequeme Kleidung, diese sollte vor allem wetter- und besonders wasserfest sein. Packen Sie auch eine Sonnenbrille sowie einen guten Sonnenschutz und/oder eine Kopfbedeckung ein.
  • Auf manchen Touren haben Sie außerdem die Gelegenheit, ein kleines Bad in einer Bucht zu nehmen, packen Sie daher unbedingt Badebekleidung mit ein. Mit etwas Glück kommen Sie so noch näher in Kontakt mit Delfinen und Co.
  • Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie ein Mittel gegen Seekrankheit mitnehmen.
  • Fahrten mit dem Boot dauern etwa zwei Stunden, Sie sollten daher einen kleinen Imbiss einpacken.
  • Denken Sie an eine Videokamera, eine Kamera oder Ihr Handy, damit Sie erfolgreiche Sichtungen für die Freunde daheim festhalten können. Auch ein Fernglas gehört in Ihr Gepäck.

 

Vielleicht der wichtigste Rat von allen: Bewahren Sie Ruhe, wenn sich einer der Meeressäuger dem Boot nähert. Zugegeben, wenn sich ein 20 Meter langer Wal scheinbar aus dem Nichts aus dem Wasser hebt, kann das schon ein mulmiges Gefühl sein. Dennoch sollten Sie versuchen, gelassen zu bleiben und keine lauten Geräusche zu machen, um die Tiere nicht zu verschrecken.

An Land oder zu Wasser Wale beobachten // Bild: Pixabay (CC0)

Whale Watching – An Land oder zu Wasser Wale beobachten // Bild: Pixabay (CC0)

Tierwohl geht vor – darauf sollten Sie achten

Sie interessieren sich für eine Whale Watching-Tour, haben aber noch einige Bedenken? Wenn Sie mit ausgesuchten Anbietern zusammenarbeiten, kommt eine solche Walsafari sowohl Tier als auch Mensch zugute. Wählen Sie mit Bedacht, damit Ihnen das Erlebnis noch viele Jahre lang in positiver Erinnerung verbleiben wird.

Der WWF (World Wide Fund for Nature) sowie verschiedene Natur- und Tierschutzorganisationen haben gemeinsam Regeln erarbeitet, die sicherstellen, dass das Tierwohl nicht gefährdet wird. Seriöse Anbieter achten darauf, dass diese eingehalten werden. Unternehmen, die sich freiwillig an alle gesetzlichen Richtlinien halten, werden mit dem Siegel „Blaues Boot“ ausgezeichnet. Eines davon ist die „Atlantic Whale Foundation“, die auch Bootstouren zu Walen anbietet. Darüber hinaus sollten Sie bei der Auswahl einer Tour darauf achten, dass qualifiziertes Personal an Bord ist. Biologen oder Naturführer können Ihnen fachlich Auskunft erteilen und geben Ihnen informative Einblicke in das Leben der Meeressäuger.

Negativbeispiele gibt es zuhauf, achten Sie daher auf diese Regeln bei Ihrer Fahrt:

  • Es sollte keine lauten Geräusche an Bord geben, etwa verursacht durch Musik oder Klopfen an die Bordwand. Diese führen langfristig zu Verhaltensänderungen. Da sich Wale mit hochfrequenten Lauten verständigen, kann es so auf lange Sicht zu einer gestörten Kommunikation kommen.
  • Der Abstand zu Tieren und Boot sollte mindestens 100 Meter betragen. Seriöse Anbieter halten Abstand und veranstalten keine Verfolgungsjagden.
  • Im Vordergrund steht das stille Beobachten der Tiere, der Kontakt sollte nicht erzwungen werden, das Streicheln oder Füttern der Tiere ist Tabu! Stellt das Personal fest, dass sich die Wale gestört fühlen, sollte sich das Boot langsam entfernen.
  • Maximal drei Boote sollten sich gleichzeitig in der Nähe eines Wals oder einer Kolonie aufhalten. Wichtig außerdem: Gruppen oder auch Muttertiere sollten nicht voneinander oder ihren Jungtieren getrennt werden.

 

Bild: Pixabay (CC0)

Urlauberhighlight auf den Kanaren – Waltouren mit dem Boot // Bild: Pixabay (CC0)

Freuen Sie sich auf Ihr einmaliges Erlebnis mit den größten Meereslebewesen der Erde. Und vielleicht engagieren Sie sich in Zukunft sogar für deren Erhalt in den Weltmeeren, damit auch die nächste Generation Freude an den Giganten der Ozeane hat.

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