Sehenswertes in Sassnitz

30. Mai 2015 | Von | Kategorie: Deutschland, Reisetipps

Bäderarchitektur und Hafen von Sassnitz

Wer Sehnsucht nach unverwechselbarer Hafenatmosphäre und deren umtriebigen Geschäftigkeit hat, denkt im ersten Atemzug wohl eher nicht an Rügen und schon gar nicht an Sassnitz. Und das ist schade. Denn Sassnitz punktet nicht nur mit einer entzückenden Bäderarchitektur und einem so malerischen Altstadtflair, welches man an der Ostsee kaum erwarten würde, sondern auch mit einem bezaubernden Hafen. Und dieser kleine, aber feine Stadthafen bietet genau die richtige Mischung aus Fischereihafen und dem, was die Herzen der Urlauber höher schlagen lässt.

Stadtbrücke Sassnitz

Höher schlägt das Herz allerdings möglicherweise schon auf dem Weg zum Stadthafen – zumindest dann, wenn man den Weg über die schwebende Fußgängerbrücke wählt. Die faszinierende Schwebekonstruktion ( 278 Meter lang und eine Spannweite von 112 Metern) überwindet bis zu 18 Meter Höhenunterschied, weil die Stadt zum Hafen hin steil abfällt, die Aussicht ist allerdings überwältigend. Kurz: Ein spannender Kontrast zur Bilderbuchkulisse, die einen im Hafen erwartet.

Manchmal muss es einfach malerisch sein

Das Wahrzeichen des Hafens und ein schönes Fotomotiv, ist der kleine Leuchtturm in grün-weißem Gewand, der sich neben den einfahrenden Schiffen der Küstenwache vergleichsweise klein ausnimmt. Besonders in den frühen Morgenstunden herrscht reger Bootsverkehr, denn dann kehren die Fischkutter heim und Sassnitz macht seinem Ruf als Hafenstadt alle Ehre. Auch die Möwen laufen zu Höchstform auf und ihr charakteristisches Geschrei ist das i-Tüpfelchen dieses authentischen Hafenszenarios. Beim Bummel entlang der Hafenpromenade gehört selbstverständlich auch ein Halt am Räucherkutter dazu, denn fangfrischer können die Räucherspezialitäten kaum probiert werden. Wer ausgiebiger speisen möchte, kehrt einfach in einem Restaurantschiff ein. Ein ganz anderes Gesicht bekommt der Hafen übrigens während der Sassnitzer Hafentage, denn dann verwandelt sich das Areal mit Karussells und zahlreichen Ständen, an denen Leckereien offeriert werden, in einen Jahrmarkt vor maritimer Kulisse.

Museen am Hafen und das Hafenmuseum

Ein Highlight sind auch die im Hafen zu findenden Museen und derer gibt es gleich drei. Zu den spektakulärsten Museen gehört sicher das das H.M.S. Otus – zumindest für alle, die sich auf relativ beengtem Raum wohlfühlen. Es handelt sich hierbei nämlich um ein altes U-Boot aus dem Jahr 1963, welches einst vor den Falkland Inseln im Einsatz war. Spannend auch das Fischerei- und Hafenmuseum, welches nicht nur über eine umfangreiche Sammlung von Buddelschiffen verfügt, sondern auch über einen 26m langen Stahlkutter, der als Museumsschiff im Hafen vor Anker liegt. Das Museum für Unterwasserarchäologie ist das Dritte im Bunde.

Große Pötte in Sicht

Auch die großen Kreuzfahrtschiffe haben Sassnitz längst ins Visier genommen – hier allerdings den Fährhafen der Stadt. Und mögen die Kreuzfahrthäfen anderswo auch größer sein, so hat der Fährhafen Sassnitz doch ein gewaltiges Pfund, welches er in die Waagschale werfen kann: Nämlich die fantastische Lage zum nur 12km südlich liegenden „Nationalpark Jasmund“, der ein UNESCO-Weltnaturerbe ist. Und das ist wahrlich schwer zu toppen.

Naturpark Jasmund, Kreidefelsen, Königsstuhl / © Bernd Kasper, pixelio.de (rkn)

Naturpark Jasmund, Kreidefelsen, Königsstuhl
© Bernd Kasper, pixelio.de (rkn)

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