Eine Schatzinsel in Berlin Die Museumsinsel in Berlin: Eine Schatzinsel in der historischen Mitte

Die Museumsinsel in Berlin: Eine Schatzinsel in der historischen Mitte
7. September 2015 | Von | Kategorie: Deutschland, Reisetipps

Eine Insel mitten in einer Millionenstadt? Kein Problem, davon gibt es einige in Berlin. Aber nur eine dieser rund 40 Inseln gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Und nur eine von ihnen beherbergt in beeindruckenden Bauten, die unter anderem von Karl Friedrich Schinkel oder Friedrich August Stüler errichtet wurden, mehr als 6000 Jahre Geschichte – darunter die Büste der ägyptischen Königin Nofretete. Keine Frage, die Museumsinsel in der historischen Mitte Berlins gehört zu den Orten, die Touristen und Einheimische gleichermaßen anziehen. An die zwei Millionen Besucher strömen jährlich auf die Insel, Tendenz steigend. Und abhängig von verschiedenen Sonderausstellungen, die ihrerseits noch mehr Besucher anlocken, kann es zu erheblichen Wartezeiten kommen. Da ist es nur gut, dass eben auch die Museen selbst zu den architektonischen Highlights gehören, die man gar nicht ausgiebig genug bestaunen kann. Genannt sei beispielsweise die Alte Nationalgalerie (1867 – 1876). Errichtet von Friedrich August Stüler nach dem Vorbild der Athener Akropolis, konkurriert das Bauwerk beinahe mit den im Inneren ausgestellten Kunstwerken – zu sehen sind u.a. Werke von Renoir, Max Liebermann oder Caspar David Friedrich.

Museumsinsel Berlin - Rainer Sturm / pixelio.de (rkn)

Museumsinsel Berlin – Rainer Sturm / pixelio.de (rkn)

Einer der weltweit bedeutsamsten Museumskomplexe

Der gigantische Museumskomplex beherbergt auf einer Fläche von 8,6 Hektar gleich 5 Museen und geht auf das Betreiben von Friedrich Wilhelm IV. zurück. Er plante, eine „Freistätte für Kunst und Wissenschaft“ zu errichten und den Anfang machte im Jahr 1830 das Alte Museum, welches mit Fug und Recht von sich behaupten kann, das älteste Museum Preußens zu sein. In den Jahren 1843 – 1930 folgten das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum sowie das Pergamonmuseum und in all diesen Häusern schlummern zahlreiche Schätze, die dafür sorgen, dass dieses Museumsensemble weltweite Beachtung erfährt.

 

Bodemuseum (Museumsinsel) © C.-Nöhren / pixelio.de (rkn)

Bodemuseum (Museumsinsel) © C.-Nöhren / pixelio.de (rkn)

Besucherlieblinge: Der Pergamonaltar und Nofretete

Das Pergamonmuseum (1907 – 1930) hat sich mittlerweile zu einem der Besuchermagneten gemausert. Kein Wunder, beherbergt es doch den gigantischen Pergamonaltar aus dem 2.Jahrhundert v.Chr. und das farbenprächtige Ischtar-Tor. Und niemand Geringeres als Stararchitekt David Chipperfield hat dafür gesorgt, dass die Schönste der Schönen ein repräsentatives Heim bekommt. Die Rede ist natürlich von Nofretete oder besser gesagt: Von ihrer Büste. Sie residiert seit 2009 im Neuen Museum, welches 60 Jahre ein Dasein als Kriegsruine fristete. Spuren aus dieser Zeit hat Chipperfield bewusst ins schlicht gehaltene, darum aber nicht minder eindrucksvolle, Treppenhaus integriert. Das Gebäude beherbergt allerdings noch weitere Schätze. Unter anderem den legendären „Goldhut“ sowie zahlreiche weitere spannende Exponate, die von einem Neandertalerschädel bis hin zu Stücken aus Schliemanns Troja-Sammlung reichen.

Tipp: Wer das volle Museumsprogramm entspannt genießen und dabei noch sparen möchte, kann spezielle Kombi-Tickets erwerben. Der Museumspass Berlin (24€, ermäßigt 12€) bietet beispielsweise an drei aufeinanderfolgenden Tagen freien Eintritt in 50 Museen – Sonderveranstaltungen allerdings exklusive. Erhältlich sind die Tickets in Museen, bei der Touristeninformation oder online im VisitBerlin-Shop: http://shop.visitberlin.de/de/

 

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.